Nachdem die Mechanismen der Globalisierung reibungslos funktionierten, und ich aufgrund der Revolten in Bankok und der daraus resultierenden Flugverspätung, mit dem Taxi in der Rush Hour stecken blieb, statt wie geplant im Morgengrauen durch die Stadt zu düsen, erreichte ich etwas jetlagged das Youth Hostel.
Das Wetter war traumhaft, und die Suburbs, in denen das Hostel liegt, haben eine ganz spezielle Atmosphäre - eine Mischung aus kleinstädtischer Strandkultur, mit urbanen Standarts in Infrastruktur, ein bisschen Hippieflair, nur dass die Leute arbeiten. Ein wenig kolonial anmutende Architektur, und alles durchsetzt von Alleen und Parks . Zudem sieht man hier wirklich ausnahmslos junge Leute.
Da ich nach meiner Ankunft ja noch den ganzen Tag vor mir hatte ging ich zunächst einmal die Gegend erkunden. Holte mir Prepaidkarte, eröffnete 2 Konten und aß noch etwas, bevor ich nachmittags ins Hostel zurückkehrte. Das Hostel ist zwar etwas teuer, und Zimmer wie Betten sind recht knapp bemessen - dafür bin ich aber nur 1 Minute vom Strand entfernt. In meinem 4-Bett Schlafsaal wohnen noch ein Deutscher und 2 Briten, wobei letztere übers Wochenende weg sind. Heute morgen hat noch ein Schwede eingecheckt. Ansonsten gibts es viele Italiener und Franzosen hier, letztere bleiben natürlich gerne unter sich, was ich nicht wirklich bedauernswert finde...
Mit einigen der Italiener und dem Deutschen sind wir gestern abend dann auf Kneipenbummel in der Gegend gegangen, nachdem wir uns zuvor an köstlichem Weißwein aus edlen 4l-Bottichen ein wenig aufgeheitert hatten.
Als wir in einen unter Backpackern sehr beliebten Pub kamen, wo schon fast alles auf den Tischen stand, waren meine guten Vorsätze was mein Budget betraf natürlich sofort vergessen, und die meldeten sich auch nicht zurück als um 12 Uhr angekündigt wurde, dass ein Bus bestellt worden war, der alle kostenlos nach Kings Cross, Sydneys Partymeile, fahren würde.
Es handelte sich um eine uralte, außen mit Graffiti bemalte Schrottkiste, in dem die Soundanlage noch am besten zu funktionieren schien.
Unter lauter Technobeschallung raste die feiernde Meute dann also in die Stadt wo auch wir uns dann vollends die Lichter ausschalteten. Interesanterweise fuhren um 4 Uhr nachts noch ganz normale Linienbusse, was mir aber nicht viel half, da ich, in fortgeschrittenem Zustand, und zudem ganz ohne Kenntnisse vom Busnetz, andauernd die falschen Linien nahm, und kreuz und quer durch Sydney fuhr und lief, und erst 1,5h später im Hostel eintraf. Dennoch ein cooler Abend.
Nachdem ich nun hier im w-lan-Cafe gefrühstückt habe werde ich mir meinen Restkater nun am Strand bekämpfen, und freue mich schon auf das Kurzfilmfestival das heute abend am Strand statt findet - ebenso wie der Miss Bondi-Wettbewerb morgen. Achja und tickets muss ich auch noch holen für Chemical Brothers an Neujahr, ebenfalls Open Air, ebenfalls eine Minute vom Youth Hostel entfernt.
2 Kommentare:
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