Dienstag, 27. Januar 2009

verkehrte Welt

Aah - die Duschen im Hostel haben kein kalt Wasser!

Samstag, 24. Januar 2009

Abschied aus Bondi

Nachdem die Pfirsich-saison doch erst kommende Woche beginnt, bin ich diese Woche noch in Sydney geblieben. Gestern gabs auf der Bude noch ne kleine Abschiedsparty, die aber bald größer wurde, bis die Wohnung so berstend voll, und somit auch heiß, war, dass sich immer mehr Leute auf den Balkon quetschten, als seien sie die U-Bahn-nutzende Arbeiterklasse Japans. Zwischenteitlich war ich ernsthaft über die Statik besorgt, vor Allem nach den Berichten über australische Baukunst, die ich von hier Ansässigen gehört habe.
Die eigentlichen Probleme waren dann aber zum Einen die hyterischen Aussie-mädels, die nach 2 'liquid cocaine"s (champagner, wodka und bull) meinten meinen Laptop mit RnB und das Mobliär mit Erbrochenem beschmutzen zu müssen (immernoch besser als andersrum, versucht mal RnB aus nem Bettbezug rauszuwaschen...), und zum Anderen die Polizei, die irgenwann gegen 3 kam und mit einer 500$ Strafe wegen Lärmbelästigung drohte. Die Beamten waren allerdings sehr nett und entgegenkommend, betonten aber, dass sie, auch in unserem Sinne, lieber nicht noch mal kommen wollten. Wir beschlossen daher die bis dahin ganz coole Party an den Strand zu verlegen. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch zwei 'Streetworkerinnen' die mit ihrem Van Essen an Obdachlose verteilten. Sie hatten gerade Schichtende, und boten uns, typisch australisch, kurzerhand an, den mit Pizza und Muffins gefüllten Van leer zu essen, was wir dankend annahmen. Sie gaben uns sogar Visitenkarten, man könne jederzeit anrufen und kostenloses Essen bestellen, wenn McDonalds mal wieder zu sein sollte oder in ähnlichen Notfällen...
Am Strand wurde einmal mehr der Abend zum frühen Morgen, und klang gediegen aus.

Morgen sage ich dann Sydney und Bondi Good-Bye - der Bus fährt um 15 Uhr. Ich freue mich nicht nur auf 13 Stunden Busfahrt, sondern auch auf die Tatsache, dass ich um 4 Uhr morgens in Shepparton ankomme. Eine tolle Chance meine Obdachlosen-erfahrungen weiter zu vertiefen, wenigstens die 5 Stunden bis die Hostels öffnen. Naja vielleicht hat ja auch noch ne Kneipe auf, in der ich mich dann mit >30kg Gepäck vor den Tresen hauen kann - immerhin ist am Montag der große Australia Day.
Cheers soweit.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Schnick-Schnack

Mag ja sein, dass ich ein bisschen faul bin, was den Blog angeht - aber das lasse ich mir nur von den skurrilen Personen sagen, die ich dafür bezahle hier regelmäßig Kommentare zu schreiben.

<== Sagt der Blogcounter doch, dass hier bis zu 19 Besucher am Tag ihre Freizeit vergeuden. Hinterlasst doch mal mehr Spuren als nur eure IP!



Um den Motivationsgrad zu steigern gibt's hier zur Abwechslung mal was unterhaltsames, und ich werde nicht einmal was zu tun haben

Spielregeln: Jeder der will schreibt zu folgendem Bild irgendeinen lustigen Beitrag, sei es eine mögliche Sprechblase, ein die Lage erörternder Kommentar, ein passendes Zitat, oder sonst irgendwas. Der lustigste Beitrag wird mit einer Breitformat-premium-postkarte erster Güteklasse sowie mit einem Gruß über ein Foto oder Video, exklusiv erstellt hier in Australien, belohnt. Zudem gibt's nochmal eine Postkarte die zufällig an einen der Schreiber verlost wird.
Obszönitäten und Spam werden nicht goutiert und mit Briefbomben oder unangekündigten Telefonstaffetten abgestraft.
Einsendeschluss ist T plus 7 Tage.

Freitag, 16. Januar 2009

Merke:

Für einen Dialog auf Augenhöhe: hänge mit drei Neuseeländern und einem Tschechen rum, von denen der kleinste 1,97m ist. (Jetzt verstehe ich warum Schäuble auf der Islamkonferenz damit Probleme hat)
Nebenwirkungen: Bürgersteige leeren sich, Bouncer werden nervös.

Quo Vadis

Und der imaginäre Dartpfeil landet auf der virtuellen google-earth-Zielscheibe iiiiin:

Shepparton


about the last 2 weeks

The time you enjoyed wasting is not wasted time.

Mittwoch, 14. Januar 2009

the choice between plague and cholera

Oder besser gesagt: "Die Wahl zur Teilnahme an einem von zwei bezahlten Feldversuchen zur Untersuchung neuer Medikante, deren Nebenwirkungen jeweils den Symptomen von Pest oder Cholera entsprechen", schließlich wird der Backpacker, der aufgrund mangelnder Liquidität vor der Entscheidung zwischen Mining oder Fruitpicking steht, immerhin bezahlt, egal wie er sich in seinem Dilemma entscheidet. Es geht ihm also abermals besser als bspw. dem wahlberechtigen deutschen Staatsbürger, der nur über die Lieblingsfarbe der Leute entscheiden kann, an die er die Hälfte seines Einkommens abtreten kann.
Wie auch immer, ich denke abgesehen davon, dass ich diese ewigen Verweise und Vergleiche mit Deutschland vielleicht mal lassen sollte, sind Feldversuche mit derartigen Nebenwirkungen relativ unrealistisch, und als Metapher für meine Optionen wohl auch vollkommen überzogen.
Diese medizinische Assoziation rührt wahrscheinlich daher, dass ich mir einen Magen-Darm-Infekt geholt habe, und die letzten zwei Tage kotzend, sprühwurstend und/oder im Bett liegend verbracht habe.
Aber zurück zu meinem Entscheidungskonflikt - was klingt verlockender:

1.
10€ pro 400kg Pfirsiche, pflückbar zwischen 6 und 14 Uhr, bei ca 35°C, womögliche Wochenendsattraktion: Trekkerfahren!!


oder

2.
25€ pro Stunde Workout bei >55°C unter Tage bei einer Atemluft, die man in Deutschland in keine Eckkneipe lassen würde (verdammt, schon wieder), 12h/Tag, 6 Tage/Woche



PS: Google hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass "Die Wahl zwischen Pest und Cholera" wohl eine idiomatische Redewendung ist, ins englische zu übersetzen mit: "The choice between Prague and cholera" Die Schilderungen meines tschechischen roommates waren wohl sehr euphemistisch...

Mittwoch, 7. Januar 2009

Dienstag, 6. Januar 2009

plenty of sun, lack of money. Let's go to work.

Nicht dass es meine Intention wäre, die ohnehin schon ausgeprägte deutsche Neidkultur zu bestärken, aber hier bricht mehr und mehr der Sommer aus - sofern der klimatische Status Quo überhaupt noch zu steigern ist. Immer erbarmungsloser feuert der Flammenwerfer auf uns Lemminge, und weder Wolken noch Ozonschicht zeigen Zivilcourage. Die Antihautkrebspropagandamaschinerie von Staat und Sonnencremeindustrie läuft - vermutlich zurecht - auf Hochtouren, Exhibitionismus kratzt bei so manchem die Grenze zum Nudismus, der Ventilator rührt 24/7die Luft um und der eine oder andere, der bescheuert genug ist, den frisch asphaltierten Weg zum nächsten Supermarkt barfuß zu bestreiten, wundert sich darüber, dass seine Natursohlen offen sind wie Polen...

Das mir das immer heißere Wetter erst jetzt auffällt mag daran liegen, dass ich von den Tagen nicht allzu viel mitbekommen habe, wenigstens seit New Years Eve. Ich bin also voll gut bzw. gut voll ins neue Jahr gestartet, nur vielleicht ein wenig zu lange und ausladend. So fühlt sich das neue Jahr keine zwei Tage jung - ich mich hingegen zehn Jahre älter an. Die Erkenntnis, dass aber schon wieder eine Woche vergangen ist, und ich immernoch 20 bin, zeigt mir, dass ich meinen Lebensstil bei Zeiten ein wenig ändern sollte...
Ehrlichgesagt habe ich so langsam aber sicher ohnehin mehr Lust auf Reisen als Feiern, mehr Lust auf Land als Stadt, ziehe auch einen anständigen Sonnenbrand jedem müßigen Kater vor und habe - wer hätte es gedacht - durchaus Ambitionen ein wenig zu ackern. Das trifft sich übrigens hervorragend mit der Tatsache, das sich meine Reserven nun wirklich dem Ende zuneigen. (An dieser Stelle möchte ich mich einmal bei meinen Parenten für das Weihnachtsgeld bedanken, und natürlich auch bei Mr.Euro, danke das du zur Zeit so stark viel stärker bist als Mr.Dollar - ich hoffe das bleibt so...)

Nunja, jedenfalls werde ich die letzten Tage in Sydney genießen, bevor ich in knapp zwei Wochen abhaue, zunächst einmal Richtung 'Arbeit', anschließend dann Richtung Süden, also Melbourne und Adelaide. Ich hoffe ich kann dann auch irgendwann wieder mit Bildern dienen, es muss nur leider erstmal eine neue Kamera her.
Ein super Bild, auch zum Thema Exhibitionismus, habe ich noch da - das gibt's die Tage mal.

Cheers